Archive for February, 2009

Bild, Schrift, Zahl

24.Februar 1.Sitzung Prolog Mythos der Maschine*

10.März 2. Sitzung : Die geistige Begabung des Menschen,* S. 27-85, vorbereitet von Gabriel, Gregory, Michael

7.April 3. Sitzung: In der lang vergangenen Traumzeit, *S. 65-91
und Die Sprechbegabung, *S. 91-121, vorbereitet von Andi, Desirée, Iwan, Rafael

21.April 4. Sitzung Finder und Erzeuger,*S. 121-153
und Vorstufen der Sesshaftigkeit, *S. 153-171, vorbereitet von Alper und Andrin

5.Mai 10.00 – 15.00h 5. und 6. Sitzung Garten, Heim und Mutter, *S. 171-193 und Könige als treibende Kraft, *S. 193-219, vorbereitet von Haeyon und Nina; Die Konstruktion der Megamaschine, *S. 219-245, vorbereitet von Aurélie, Gökce, Oliver, Sarah.

* Alle Seitenangaben beziehen sich auf: Lewis Mumford: Mythos der Maschine [1964/66 Erschienen zunächst als: The Pentagon of Power (Vol 2.) 1964 und The Myth of the Maschine – Technics and Human Development (Vol. 1.) 1966]. Frankfurt a.M.: Fischer, 1986

Voraussetzungen zum erfolgreichen Besuch des Seminars:

A.) Bereiten Sie zu jeder Stunde die angebenen Passagen vor. Dazu müssen Sie mindestens 4h Lesezeit einberechnen. Notieren Sie während des Lesens.

B.) Präsentieren Sie in einer Sitzung den Text, indem Sie die Fragen des Lektürekompass beantworten.

C.) Verbinden Sie Fragestellungen und Thesen des Textes mit einer künstlerischen Position Ihrer Wahl.
D.) Wählen Sie ein Behälter und Mass, in dem Sie B. und C. präsentieren.

E.) Übertragen Sie diese Präsentation in einen Post dieses Blogs.

fazit `donotflush`

richtig spannend wurde das ganze projekt, als wir die ersten reaktionen oder besser gesagt irritationen auf die kleber auf den wc-spülungen erhielten. Obwohl ich dachte, dass der scherz- und allerlei skurrile aktionenerprobte zhdk-student schon recht abgebrüht solchen dingen entgegensieht, war ich erfreut, als da doch einige interessante feedbacks kamen. So war da zum beispiel eine vermittlungs-studentin die mit uns kontakt aufnehmen wollte, da sie eine arbeit über den „neuen wilden“ zum thema „wildnis“ machte und dieses projekt gerne als anhaltspunkt verwenden wollte. das tat sie dann auch und hielt darüber eine kleine präsentation. Dann waren da noch diverse leise und lautere stimmen, die sich entweder empörten, kritik äusserten oder gleich (aus purem opportunismus?) an der aktion anschliessen wollten.
einige dinge gelten anscheinend als unantastbar. Die anonyme intimität auf einem wc zu stören und den menschen daran zu erinnern, dass das, was er da gerade tut, eine natürliche notwendigkeit ist, dennoch die 10liter-wasser-hinterher-methode eine menge geld kostet, gehört sich nicht. Darüber wollen sich die meisten menschen keine gedanken machen müssen.
haben wir da etwa ein klitzekleines letztes tabuthema entdeckt? Ist das vielleicht einer der (vielen) gründe wieso wir uns nur immer etwas halbherzig zum thema klimawandel erwärmen lassen? menschelt dieses thema dem menschen zu fest?
viele fragen, etwas kommt ins rollen..

Eine spannende entwicklung entstand auch zwischen off- und online, da im „off“ eine menge passierte, wir davon mündlich erfuhren und dann darüber in der gruppe sprachen. Online bot sich nun die möglichkeit darüber zu recherchieren, zu reflektieren, zu dokumentieren, so dass etwas von all dem, was wir entdeckt und gelernt haben durchs internet wieder zum menschen durchsickert.
Wie ich mich erinnere, hatten wir einige spannende anhaltspunkte zum thema intuition/kreativität vs. verstand/messungen gehabt. in unserem falle wurde das internet zum messinstrument menschlicher irritationen, meinungen und gedanken. Das ziel sich das internet gleich einem werkzeug zunutze zu machen um diese `strömungen` wahrzunehmen, wäre somit nichts anderes als zu lernen, dieses messungen zu lesen.
nicht einfach, dennoch recht spannend und versöhnlich für all jene die bis anhin glaubten, dass internet sei lediglich eine ansammlung daten von irgendwelchen assozialen nerds.
Im gegenteil, da summt und brummt es wie in einer maschine…

Do not flush?

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elisa
gestern machte ich auf der angenehm intimen atmosphäre der toilette meines lieblingcafés eine interessante entdeckung: als ich den spülknopf drücken wollte, prangte da ein kleber mit der aufschrift “do not flush”..!? zu erkennen gab sich nur eine ominöse gruppe von “worldwide-nonflushers”, plus eine internet-adresse.
wääääh!
energiefrage? wassersparen? muss ich mich jetzt gopfverdami schon schuldig fühlen wenn ich eine doch so normale wie notwendige regel wie den spülknopf drücken tätige?

gleichwohl muss ich zugeben, dass die menschen zu diesem thema doch einen gewissen fast liebevollen fetischismus pflegen, jedenfalls lassen sich dazu im internet jede menge skurrilitäten finden.
so wie zum beispiel den kurzfilm namens “one day..” einer meiner lieblingsfilmemacher michel gondry:

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KoUto2 über Utopien

„Es gibt Menschen, die direkt übergehen vom Nicht-Wahrnehmen-Wollen zur Verzweiflung.“

Al Gore in: An inconvenient truth

Problem der Prognose

Eine Problematik bei der Diskussion der Klimaerwärmung sind die negativen Prognosen, die für die Erde und ihre Bewohner erstellt werden. Selbst wenn die Argumentation einleuchtet und der Klimawandel als Tatsache anerkannt wird, ist das Gebilde komplex und bedrohlich. Zudem können als Lösung gedachte Technologien neue Probleme schaffen. Das wurde 2007/8 deutlich, als aufgrund des vermehrten Anbaus von Pflanzen, die Biotreibstoffe liefern, auf dem Weltmarkt die Preise für Weizen, Mais und Reis in die Höhe getrieben wurden und somit die Bevölkerung in armen Ländern unter Druck kam und stärker unter Hunger litt. Umweltorganisationen wiesen damals darauf hin, dass die CO2 arme Verbrennung von Biotreibstoffen andere auf die Natur schädliche Auswirkungen hat wie den Rückgang der Artenvielfalt, Bodenerosion und die Auslaugung der Böden. Immerhin wurden diese neu aufgetauchten Probleme in der Schweiz im Juli 2008 bei der Gesetzgebung berücksichtigt, sodass nur die Gewinnung von Biotreibstoffen aus Abfallprodukten von der Mineralölsteuer befreit werden.


Utopie! als Alternative

Durch negative Prognosen kann Druck entstehen. Das führt vielleicht zu einer pessimistischen Sichtweise oder was ich als Haltung auch oft gehört habe: mit Vollgas in den Abgrund zu fahren, wenn es sich denn nicht vermeiden lässt. Manche Leute vermeiden das Thema und hoffen auf die Rettung durch die Wissenschaft. Das sind alles defensive Verhaltensweisen. Etwas entgegenstellen, so wie Ingenieure und Techniker das tun, die an neuen Technologien forschen, was wäre das? Etwas denken, das momentan nicht da ist, jedoch als Alternative gewünscht wird? Ich stosse auf den Begriff der Utopie. In meinen Augen reagiert die Utopie nicht nur mit dem Verstand sondern stark mit Phantasie auf den Zustand, der vorhanden ist. Eine Utopie lässt sich vielleicht nie verwirklichen, sie hat unter Umständen etwas phantastisches an sich oder auch etwas lächerliches. Vielleicht sind Utopien auch etwas persönliches, das in eine Form gebracht wird. Das Nicht-Reale einer Utopie kann man als Kritik gegen sie verwenden. Das Nicht-Reale kann jedoch auch eine grosse gedankliche Freiheit bedeuten. Ideen, die utopisch geformt werden, können sich entwickeln und ausdehnen ohne sogleich an den harten Fakten der „Realität“ gemessen und auf ihre Realisierbarkeit hin geprüft zu werden. Vielleicht bedeutet eine Utopie einen „ideenfreundlichen“ Raum. Dieser Raum und was sich darin ausformt kann dann wieder Rückkopplungen auf die Ebene der „Realität“ haben. Es können beispielsweise im utopischen Denken Ideen entwickelt werden, die sich umsetzen lassen oder solche, die in Form von Inspiration wirken. Ähnlich wie Prognosen können Utopien als Denkmodelle betrachtet werden. Prognosen machen eine Aussage über die Zukunft, die anhand von gemessenen Daten als Wahrscheinlichkeit berechnet werden. Sie suggerieren aufgrund der Faktenlage viel Wahrheitsgehalt. Die Utopie reagiert weniger Faktentreu auf eine Ausgangslage, sondern entwirft oder konstruiert mit Phantasie eine Aussage über eine mögliche Zukunft. Beides sind Modelle über eine mögliche Zukunft. Die Utopie stellt angesichts erdrückender Prognose zumindest eine Denkalternative dar.

KoUto3: Wer wird die Arche bauen?

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In den 90er Jahren war Minergie eine Utopie. Rückblickendes Interview mit Adi Ochsner vom 10.02.09.
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Die Freitag Fotostory

FF-01Klicke auf das Bild um die Dia Show zu starten, falls sie nicht funktionieren sollte, kannst du alle Bilder auch in diesem Post (weiter unten) sehen.

Alternativ gibt es auch die Möglichkeit unseren Fotostream auf Flickr zu betrachten:

Flickr: Dia Show 1

Flickr: Alternatives Ende

Welt ohne Erdöl – Masdar City 2022

Masdar

Wir schreiben das Jahr 2022. Die Ölreserven sind vollständig aufgebraucht. Diese endgültige Ölkrise und dem daraus resultierenden Ölstop haben die Welt in ihrem Mark erschüttert. Es hat nur wenige Regierungen und weltumspannende Firmen gegeben die noch kurzweilig den Nothebel ziehen konnten um sich zu retten. Sie haben mit Hilfe und Finanzierung der Arabischen Emirate eine Schutz- und Überlebenszone Gebaut. Sie haben eine riesige Stadt namens Masdar City gebaut. Masdar City ist völlig Co2 neutral und steht selbst versorgend in der Wüste von Abu Dhabi, wo sie eine neue Heimat geworden ist, für diejenigen, die es sich haben leisten können. Ausserhalb der Grenzen dieser neuen grünen Welt ist die Menschheit am verwahrlosen. Es herrscht Chaos und Anarchie, die Städte sind leer und die Menschen die hier noch Leben sind um Jahrhunderte zurück geworfen in eine Zeit, ohne Kommunikation, ohne Recht und ohne Ordnung.

Reportage Live-Sendung:

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………………

Was ist MASDAR CITY:

Phantasie unter Druck, ZHdK Z-Modul Feb.2009
Tobias Horka
, Klaas Kaat

CRADLE TO CRADLE – Kritische Weltbetrachtung eines Bürostuhls

Das CRADLE TO CRADLE – Design Konzept  will einen Beitrag zur Erhaltung von Ressourcen auf unserem Planeten leisten. Die entworfenen Produkte leben immer weiter, auch wenn wir schon lange tot sind…

Yvonne, Achim und Beat


Mirra Chair

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Mein CO2 – Lasset uns kompensieren!

Christoph und Johannes

Die externen Kosten, die durch CO2-Emissionen anfallen, werden vom Verursacher kaum bis gar nicht getragen. Doch saubere Luft zum Beispiel, hat rein wirtschaftlich gesehen, auch einen Preis. Eine funktionierende Atmosphäre sowieso. Nur scheint das niemand zu realisieren, da man sich bis heute gewohnt ist, dass die Natur geplündert werden darf. Was da ist, ist da; “Es hed solang es hed.”

Die Non-Profit-Organisation myclimate, bestehend aus einer Stiftung und einem Verein, ermöglicht innovative Lösungen im Klimaschutz und fördert den Einsatz von erneuerbaren Energien und energieeffizienter Technologie. So kann man zum Beispiel als Privatperson seine Flugreisen mit myclimate klimaneutral machen, in dem man die entstehende CO2-Menge durch finanzielle Unterstützung eines Klimaschutzprojektes kompensiert. Klingt doch gut, oder? Erst beim zweiten Mal hinhören erheben sich einige Zweifel. Ist das nicht einfach nur ein Handel mit dem schlechten Gewissen (vergleichbar mit dem Ablasshandel)? Darf der expansive Lebensstil weitergelebt werden, nur weil wir eine wirtschaftliche Option entdeckt haben, die uns ermöglicht, den Schaden wieder einzudämmen? myclimate sagt dazu:

Kompensation ist eine der Möglichkeiten, im Klimaschutz aktiv zu werden. Häufig ist es jedoch auch möglich, zu reduzieren statt zu kompensieren. Die Lösung erster Wahl lautet immer, klimaschädliche Gase gar nicht erst auszustossen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, persönlich weniger Treibhausgase zu verursachen.

Darum bietet myclimate neben den Kompensationsmöglichkeiten auch Beratung zur Reduktion von klimaschädlichen Gasen.

Wie würde unser Alltag aussehen würde, wenn ein Obligatorium für die CO2-Kompensation auf jegliche Konsumgüter und Dienstleistungen eingeführt werden würde?

Dazu haben wir eine kleine Videosequenz gedreht um in einer Alltagsituation zu verdeutlichen, dass auch in den banalsten Vorgängen externe Kosten entstehen und sich graue Energie überall versteckt. Wir stützen uns dabei auf Werte von myclimate

Heute spüren noch die wenigsten Leute persönlich etwas vom Klimawandel. Über solche Zahlen bzw. erhöhte Preise von Produkten würde uns der Konsum der Produkte und die damit verbundenen internalisierten externen Kosten erst klar werden. Der Klimawandel würde in einem gewissen Sinne anders erfahrbar.

KoUto1:Wer wird die Arche bauen?

europainverted

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