Posts zu Lehrveranstaltungen von Prof. Dr. Nils Röller (Mediale Künste, DKM, ZHDK)
Archive for April, 2008
Wissenschaftsgeschichte: Renée Schauecker – Ernst Cassirer: Form und Technik
Zum Autor: geb. 1874 in Breslau (heute Polen), gest. 1945 in New York, jüdische Herkunft, deshalb Emigration 1933 zunächst nach England, dann nach Schweden, 1939 schw. Staatsbürgerschaft, 1941 Übersiedlung in die USA.
Kulturphilosophisches Hauptwerk: Philosophie der symbolischen Formen (drei Bände, 1923-1929)
![]()
Wissenschaftsgeschichte: Paul Klee auf dem Weg in die Abstraktion
Paul Klee – Anfang eines Gedichts (1938)
Um das Jahr 1929 als Ludwik Fleck seinen Artikel “Zur Krise der Wirklichkeit” veröffentlichte, war die Malerei auf dem Weg in die Abstraktion.
Wissenschaftsgeschichte für Künsterinnen: Martin Kunz, Konzept der Wirklichkeit

Gespenst eines Genies, Paul Klee (1922) Öltransfer und Wasserfarbe auf Papier. Image Copyright © 2005 National Galleries of Scotland.
Die Erweiterung der gemeinsamen Welt
Bruno Latours «neue Soziologie für eine neue Gesellschaft»
«Wir sind nicht länger sicher», schreibt Bruno Latour, «was bedeutet.» Der französische Soziologe nährt in seiner «neuen Soziologie für eine neue Gesellschaft» diesen Zweifel nach Kräften und mit der ihm eigenen sprachlichen Verve. Es ist dies, näher besehen, ein Zweifel am Gegenstand der Soziologie und an der Soziologie selbst – zumindest an der Wissenschaft vom Sozialen in ihrer verbreiteten Form. «Wir» sind mehr, als wir mitunter meinen. So viel scheint ausgemacht. Das Soziale, so lernen wir, ist «sehr viel umfassender» als gewöhnlich angenommen. Die Gesellschaft oder, besser, die gemeinsame Welt setzt sich nicht nur aus menschlichen, sondern auch aus nichtmenschlichen Entitäten zusammen. Das wissen Latour-Leser spätestens seit dem «Parlament der Dinge» (dt. 2001), einem Plädoyer für eine politische Ökologie. Und sie setzt sich stets von neuem zusammen: Latour versteht das Soziale als Bewegung des fortwährenden Assoziierens von durchaus heterogenen und an sich nicht schon sozialen «Bestandteilen».
Künstler, Klimawandel und Umweltkrisen
Gerade in letzter Zeit sind mir in einigen Blogs Aktionen, Ausstellungen und Initiativen aufgefallen, die sich mit den Themen Umweltkrise und auch Klimawandel beschäftigen. Im folgenden möchte ich einige Projekte kurz vorstellen:
Exit Art is pleased to announce the opening of E.P.A. (Environmental Performance Actions), the first project of S.E.A, a large-scale program dealing with current environmental concerns and the way artists respond to them. E.P.A is a group exhibition surveying recent performance work from around the world that addresses current environmental crises. (http://www.exitart.org/site/pub/exhibition_programs/SEA/EPA.html)
ecoartspace is one of the leading international organizations in a growing community of artists, scientists, curators, writers, nonprofits and businesses who are developing creative and innovative strategies to address our global environmental issues.
(http://www.ecoartspace.org/aboutus.html)
Eyebeam’s expansive new exhibition, FEEDBACK, surveys artists, designers, architects and engineers on the topic of sustainability, and presents their responses—19 projects varying from public art projects and industrial design to DIY energy solutions and software tools—to inspire discussion and action on this pervasive (and increasingly commodified) subject. The exhibition’s title, FEEDBACK, refers to the self-correcting mechanisms by which systems—in this case, ecological—respond to the influence they exert on their environments.
(http://www.eyebeam.org/engage/engage.php?page=exhibitions&id=157)

