Kunst

Angelus novus, der Engel der Geschichte – oder der Moment in seiner Unfassbarkeit festgehalten

The dream before (for Walter Benjamin) von Laurie Anderson

Hansel and Gretel are alive and well

And they’re living in Berlin

She is a cocktail waitress

He had a part in a Fassbinder film

And they sit around at night now

Drinking Schnapps and Gin

And she says: Hansel, you’re really bringing me down

And he says: Gretel, you can really be a bitch

He says: I’ve wasted my life on our stupid legend

When my one and only love Was the wicked witch.

She said: What is history?

And he said: History is an angel

Being blown backwards into the future

He said: History is a pile of debris

And the angel wants to go back and fix things

To repair the things that have been brocken

But there is a storm blowing from paradise

And the storm keeps blowing the angel

Backwards into the future.

And this storm, this storm Is called

Progress

Laurie Anderson hat The dream before, mit dem ich als Einleitung begonnnen habe, Walter Benjamin gewidmet. Sie nimmt in diesem Lied Bezug auf die Aussage von Benjamin, die er über den Engel der Geschichte von Paul Klee geschrieben hat.

“Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert. Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradies her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, dass der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm.“

Der Engel der Geschichte von Paul Klee ist 1920 unter dem Titel Angelus novus entstanden. Durch Walter Benjamin, der der Besitzer dieses Bilder war, erhielt der Engel den Namen Engel der Geschichte und wurde in seiner Theorie Über den Begriff der Geschichte zum Symbol für das Erschrecken darüber, das man unfähig ist, das Vergangene zu retten, aber einen auch die Zukunft verwehrt bleibt, ohne die Kenntnis der Vergangenheit. In seiner Theorie der materialistischen Geschichtsschreibung setzt Benjamin die bürgerliche Geschichtsauffassung, die die tote Vergangenheit betrachtet, der sozialdemokratischen Geschichtsauffassung, die in die Zukunft denkt, in konträren Gegensatz zu einander. Jedoch beide Ansichten sind nach Walter Benjamin, deutscher Philosoph, Gesellschaftstheoretiker, Literaturkritiker und unter anderem Übersetzer Balzacs, falsch.

Paul Klee hat viele Engel gezeichnet. Besonders in den letzten Jahren vor seinem Tod 1940, im Jahr, in dem auch Benjamin verstarb, zeichnete er viele. Der Engel der Geschichte, Ölpause und Aquarell auf Papier, wird als ein durchscheinendes Wesen mit geöffnetem Mund und bohrenden, fordernden Augen beschrieben. Seine Flügel sind weit ausgebreitet und der Blick leicht nach rechts unten gerichtet, als wollte er hinter sich schauen. Seine Füsse sehen ein bisschen aus wie Vogelfüsse, und er hat ein katzenhaftes Gesicht. Viele Details erinnern an verschiede Tiere, als hätte Klee versucht jedes Lebewesen in einem Engel festzuhalten. Man sieht auf dem Bild nichts weiter als den Engel, der flüchtig, fast zkizzenhaft und trotzdem präzise gezeichnet ist. Das gibt ihm das Unnahbare, das Durchscheinende, eben das Engelhafte.

Mit wenigen Strichen, einigen Linien zeichnet Klee seinen Engel. Er wirkt sehr leicht, fast menschlich, trotz seiner tierischen Details, etwas unfertig, eben skizzenhaft, kindlich, als müsste er noch „fertig“ werden, älter, erwachsen werden. Die Linien wirken so, als möchten sie den Moment, das Jetzt in seiner Unfassbarkeit festhalten, und gleichzeitig thematisiert Klee mit seinem Angelus novus auch die Vergangenheit und die Zukunft, die Zeit in einem Bild.

Der Betrachter befindet sich vor dem Bild in der Vergangenheit, schaut auf den Engel, hinter dem sich die Zukunft befindet und rückwärts in die Zukunft getrieben wird. Der Betrachter würde somit mehr sehen können, als der Engel selbst. Aber in dieser Skizzenhaftigkeit bleibt der Hintergrund, also die Zukunft auch uns Betrachtern in seiner Leere verborgen.

Da es mir fast unmöglich scheint, über ein Bild zu sprechen, das ich noch nie im Original gesehen habe, möchte ich nicht nur auf diesen einen Engel von Klee eingehen, sondern mehr die Art betrachten, wie Klee die Engel gezeichnet hat. Der Engel der Geschichte ist heute im Besitz des Israel Museums in Jerusalem. Er war einmal für fünf Tage in Bern, im Zentrum Paul Klee zu sehen. Das Museum war während diesem Zeitraum Tag und Nacht geöffnet, was viel über die Bedeutung dieses Bildes auszusagen vermag.

Allgemein sehe ich in den Engel-Zeichnungen, in den skizzenhaften und trotzdem präzisen Strichen Klees die Zeit. Es scheint, als würden die Engel die Zeit durchschreiten, als wären sie mitten in einer Wandlung, in einer Verwandlung.

Sie wirken flüchtig, als wären sie vergänglich, weil sie nicht ausgearbeitet sind. Sie entstehen im Moment, der immer gleich wieder zur Vergangenheit wird und durch das Skizzenhafte auf etwas Kommendes verweisen, auf das eigentliche Werk, also das Zukünftige. Das eigentliche Werk bleibt aber auf immer verborgen oder dem Betrachter vorenthalten, weil nur der skizzenhafte Engel bleibt. Der Betrachter wird also aufgefordert, selber zu denken, wie es weitergeht, die Zukunft, das Werk selber zu vollenden.

Oft blicken die Engel Klees nach hinten oder nach unten. Der Schellen-Engel zum Beispiel scheint nach vorne, in die Zukunft schreiten zu wollen, schaut aber nach hinten, in die Vergangenheit, zu der Schelle an seinem Kleid. Er scheint zwar glücklich zu sein, aber noch nicht ganz loslassen zu wollen. Es ist eine Momentaufnahme des Voranschreitens der Zeit. Man kann das Jetzt nur wahrnehmen, indem man sich des Vergangenen und des Kommenden bewusst ist.

Die Engelzeichnungen werden oft wegen Klees Krankheit Sklerodormie als tragische Zeugnisse gelesen. Ich sehe in diesen Zeichnungen aber auch etwas Lustiges. Eine geglückte Form, schon fast eine humorvolle Art mit der Krankheit, mit dem Tod und somit mit der Zeit umzugehen.

Wenn man zum Schluss nun noch einmal das Lied von Laurie Anderson hört, spürt man in ihrer Melodie die gleiche Skizzenhaftigkeit, dieselbe Flüchtigkeit und Leichtigkeit, die im Engel der Geschichte vorhanden ist. Man nimmt die Pausen zwischen den verspielt gesungenen Sätzen wahr, als wären es die zaghaft präzisen Linien, mit denen Klee den Angelus novus erschaffen hat.

Angelus Novus, Paul Klee

Schellen-Engel, Paul Klee

David Fagan

Time is not a static object, nor is it viewable or recordable in its entirety. We cannot trust recorded media as truth, because truth would encompass all things at once, the universe in its entirety, recorded and understood from many opposing standpoints.

What is recorded of time is complicated by the fact that the one who records mediates the subject, and the one who replays mediates what is replayed.

What we do have; is individual experience of time, where memories slip and resurface in the present. Our ideas are generated internally. When one tries to explain ideas in the world outside of ones self they, by default, fail to communicate verbatim, given that language is itself a translation of thought to words. Yet ideas can find salvation, in new interpretation of those who view that which we can create.

The manifestation of a utopia in the built environment then, it would seem, is impossible. For we would each experience a utopian built environment differently.

“Impermanence is in some mysterious way of course the key to the actualization of any utopia.” (Mark von Schlegell, 2006)

The individual can experience a temporal moment that feels utopian. This is a lived moment where inner thoughts and outer environment meet seamlessly.

Utopia is not a fixed ideal; perhaps we have experienced what it is to live in a utopian environment for just a fleeting moment of our lives. The mind, it would seem is in a continual state of flux, tentative moments of stability form time to time, and perhaps in one of these moments, one views the world around us as utopian.

“Life rustled through the centuries like one spring-time, an ever-variegated festival of heaven-children and earth-dwellers.” (Novolis, 1897)

I like this description of life as a singular continuum regardless of which humans possess it. Although, if our individual knowledge of life is our consciousness of time; this communality of life would seem to run contrary to my previous assumptions of the individuals experience of memory.

Tino Sehgal’s work ‘This Progress’ at the Gugenheim, involves the viewer being asked by a child museum guide, “What is progress?” Thus forcing a verbal answer to what is an emotional idea. The young museum guide relays, to the next, slightly older guide, the viewer’s opinion of progress and in doing so, reveals the fallibility of language and time constraints in expressing ones thoughts.

The viewer; having given an off the cuff answer to a question which requires more time to answer than is allocated; is tied to this answer, which may not represent their opinion.

The more one chases a definition to of time, memory or truth, the more those terms reveal their definitions to be stunningly elusive.

Tino Seghal This Progress This Progress, Tino Seghal, 2010

References:

Books

Novolis, 1897, Hymns to the Night in Rampolli: Growths from a Long-Planted Root: Being Translations, London Longman’s

Online Articles

Schlegell, Mark von, (2006) Classe Permanente: Corporating the principle of division [Catalogue of an exhibition held at Galeria Graça Brandão Lisboa, 14 January - 28 February 2006]

Available online at: http://www.galeriagracabrandao.com/index.php?menu=exp&exposicao_id=49&texto_id=10&lang=en

[Accessed April 4th, 2010]

Tobias Wirz: Romantinimal Flow

«Auf dieselbe Art, wie wir unser Denkorgan in beliebige Bewegung setzen — seine Bewegung beliebig modifizieren — dieselbe und ihre Produkte beobachten — und mannigfaltig ausdrücken — auf dieselbe Art, wie wir die Bewegungen des Denkorgans zur Sprache bringen — wie wir sie in Gebärden äußern — in Handlungen ausprägen, wie wir uns überhaupt willkürlich bewegen und aufhalten — unsre Bewegungen vereinigen und vereinzeln — auf eben dieselbe Art müssen wir auch die innern Organe unsers Körpers bewegen, hemmen, vereinigen und vereinzeln lernen. Unser ganzer Körper ist schlechterdings fähig, vom Geist in beliebige Bewegung gesetzt zu werden. Die Wirkungen der Fucht, des Schreckens — der Traurigkeit, des Zorns — des Neides — der Scham, der Freude, der Phantasie usw. sind Indikationen genug —. Überdem aber hat man genugsam Beispiele von Menschen — die eine willkürliche Herrschaft über einzelne, gewöhnlich der Willkür entzogene Teile ihres Körpers erlangt haben. Dann wird jeder sein eigner Arzt sein — und sich ein vollständiges, sichres und genaues Gefühl seines Körpers erwerben können – dann wird der Mensch erst wahrhaftig unabhängig von der Natur, vielleicht imstande sogar sein, verlorne Glieder zu restaurieren sich bloß durch seinen Willen zu töten, und dadurch erst wahre Aufschlüsse über Körper — Seele — Welt — Leben — Tod und Geisterwelt zu erlangen. Es wird vielleicht nur von ihm davon abhängen einen Stoff zu beseelen — Er wird seine Sinne zwingen ihm die Gestalt zu produzieren, die er verlangt — und im eigentlichsten Sinn in seiner Welt leben können. Dann wird er vermögend sein sich von seinem Körper zu trennen — wenn er es für gut findet — er wird sehn, hören — und fühlen was, wie und in welcher Verbindung er will.»

(Novalis. Frankfurt/M.: Fischer, 1956, S. 199)

Flow infinitely – Are we humans, or are we dancers?

Wer hat sich schon einmal in einem Club in die «nächste Sphäre» getanzt? Wenn ich Sphäre schreibe, dann meine ich ungefähr das hier. Ohne Drogen ist es: Kristallklar. Mit Drogen: Unscharf, aber wahrnehmbar. Ich kann mich an einen Moment erinnern, den ich als den mit Abstand grössten Summanden aus einer Addition von Erfahrungen bezeichnen möchte. Es war in einem Club an der Birchstrasse in Zürich Oerlikon: Im «Birchermüesli». Während einer Zeit des Aufbruchs, der Abreise. Das Schiff stand bereit, die Kamine rauchten, an Deck wurden Cocktails gereicht und das Schiffshorn blies neue, filigrane Töne. Es war die Zeit des minimal. Eine Musik, zu der der Musikjournalist Philip Sherburne schrieb: «Minimal Techno corkscrews into the very heart of repetition». Für meine Erzählung wichtig ist auch das Statement von Robert Hood: «A basic stripped down, raw sound. Just drums, basslines and funky grooves and only what’s essential. Only what is essential to make people move. I started to look at it as a science, the art of making people move their butts, speaking to their heart, mind and soul. It’s a heart-felt rhythmic techno sound.»

Gut, lasst uns erste Tanzschritte wagen: Um dorthin zu gelangen, wo mein Text hinführt oder hinführen möchte, muss man verstehen, nein begreifen (also mit geistigen Fingern das Fluidum anfassen, es drehen und wenden, drücken und reiben, «haptisch» erfahren!) was Flow ist. Feststellung 1: Mit Flow ist keineswegs das deutsche Wort Fluss oder Strom gemeint, da diese Begriffe im deutschen sehr viel und sehr merkwürdig verwendet werden bzw. die eine oder andere Sache verkehren. Mir war beispielsweise nie klar, wie man von Warenflüssen und Geldströmen reden kann. Meiner Ansicht nach sind das lediglich mechanische Verschiebungen in fein verästelten Bronchialsystemen. Dieser Begriffsirrtum erschloss sich mir eines morgens, als ich mit meinem Velo an der Spitze  eines durch einen geschlossenen Bahnübergang unterbrochenen Verkehrsflusses stand und warten musste, bis der beeindruckend lange Güterzug durchgefahren war. Flow ist etwas ganz anderes. Feststellung 2 (und dann höre ich auf, Dinge fest zu stellen): Dass ich Flow mit der Form des Textes (der These, des Theorems) begreiflich machen möchte, ist kühne Einfalt!

Wenn man sich hier im VMK mit jemandem über die Freiheit unterhalten möchte, die in der Repetition zu finden ist, der soll Alexander Tuchacek darauf ansprechen. Er denkt sehr schnell und zuweilen ist es, als renne man in einem Maisfeld einem Hasen hinterher. Aber aus einer völlig anderen Ecke kommt von Alexander etwas absolut Kongruentes zu dem, was ich von der anderen Sphäre zu berichten habe. Am besten man hört sich mal dieses Musikstück an und kehrt dann wieder zum Text zurück.

Was passiert nun auf der Tanzfläche? Das muss ich vereinfachen: Das Monotone eröffnet eine Ebene universaler Freiheit (univers; «in eins gekehrt»). Alles ist möglich. Ein Zustand der Schwerelosigkeit. Schwer zu beschreiben. Kid David von der Legion of Extraordinary Dancers, von der wir gleich noch mehr hören, sagt über seinen Tanz folgendes:

«It’s kinda like, a lot of times, I don’t know whats going on when iam dancing cause on that point it’s just realy like it’s my body in the music, it’s not realy a concious decision «iam gonna do this, next iam gonna do this». It’s kind of like this other level where you can’t make choices anymore, it’s just your body reacting to certain sounds in the music.»

Es gibt diese junge Generation (obwohl – von einer Generation zu sprechen ist falsch), also diese Kids (und mit Alter hat das nichts zu tun) überall auf dem Planeten, die entdecken ebendiesen Flow, den es eigentlich schon immer gibt und der reine Bewusstheit ist. Für mich als professionellen Full-contact-street-cyclist gibt es zwei Seiten: Die eine hockt zwischen den Arschbacken schwitzend in einer Trivialisierungsmaschine und hupt und stösst und flucht. Die andere ist Empfindungskörper durch und durch und flowt durch die Häuserschluchten. Wer etwas von Flow wissen will, der fängt damit an, Freestyle zu betrachten.

TED-Talk über die Legion of Extraordinary Dancers

Was hat Flow nun mit Romantik zu tun? «Fenster als Schnittstellen». Vereinfachen wir das Ganze und nehmen unsere «Fenster zur Welt», die Augen. Weiten wir das Ganze aus und denken unseren Körper mit, unsere Sinne, unseren Geist, schlicht unsere Wahrnehmung in ihrer Ganzheit. Neue Menschen (an vorderster Front «die Freestyler») entdecken eine Welt vor der Konstruktion. Über ihr. Sie entdecken ihr Bewusstsein als Interface zu dieser Welt, werden selbst zu Kirchen. Sie sind in den Momenten, wo es «flowt» absolut präsent in der Gegenwart. Das Gedankenkonstrukt Zeit wird in ihren Händen zu einem formbaren Energieball. Sie versuchen weder den Beton zu bemoosen, noch ihn zu sprengen. Sie bauen damit Flugmaschinen!

Wann ist das letzte Mal etwas so kraftvolles aus dem «regulären» Kunstbetrieb herausgebrochen?

«Flow infinetly (…)» Jay Z – Hard Knock Life (Ghetto Anthem)

«Are we human, or are we dancers?» The Killers – Human

Die Metapher als Psychotherapie

Was ist eine Metapher?

  • Die Metapher ist eine rhetorische Figur, die ein Wort oder einen Ausdruck benutzt um etwas anderes zu verstehen, als das, was sie normalerweise ausdrückt. Wenn wir z.B. zu Jemandem sagen: „Du bringst mich auf die Palme!“, meinen wir damit dass der andere einem nervös macht“.
  • Die Metapher erleichtert das Verständnis, von dem, was man sagen will und vereinfacht die Rede, indem sie eine grosse Nummer von Wörtern ausschaltet, um dem gleichen Begriff zu illustrieren.
  • Die Metapher identifiziert durch eine Sprache zwei verschiedene Dinge. z.B. Wenn man sagt: „Du bist eine Blume“ oder „Du bist wie eine Blume“ ist dies nicht dasselbe.

Psychotherapie?

Die Metapher ist ein aussergewöhnliches Mittel, das dem Hypnose-Therapeuten zur Verfügung steht, um die therapeutischen Einflüsse ins Unterbewusstsein zu übertragen.

Dies ist der Grund, weshalb die Metapher zur indirekten Beeinflussung (Hypnose) gebraucht werden kann, weil ihr Inhalt in privilegierter Weise von der rechten Heimsphäre (Hirnhälfte) aufgenommen wird. Wenn die Metapher mit der Beschreibung eines Konzeptes gebraucht wird, sind die beider Hirnhälften mit dem betreffenden Funktionen gleichzeitig beschäftigt.

Die Sprache, wurde gebildet, indem syntaktische Regeln den Wörtern und Gruppen von Wörtern Sinn gegeben haben. Aus der Erfahrung, hat man gelernt, dass aus einem nicht korrekt formulierten Satz (mit unklarem Sinn) ein auch nicht korrektes Verhaltensmuster entsteht.

Ein Therapeut, der mit der, von einer Person gebrauchten Sprache arbeitet, und auf die richtige logische Formulierung aufpasst, kann somit das Benehmen der Person selbst beeinflussen.

Eine gut formulierte Metapher verändert die Realität, das heisst, durch die Therapie kommt es zum Verschwinden von Symptomen. Wenn ein Patient seine Symptome beschreibt, braucht er Metaphern. Das beste was man tun kann, ist dem Patienten seine eigenen reinterpretierten Metaphern zu ersetzen.

Fazit

Generell gesagt, ist die Sprache selbst eine Metapher der Wirklichkeit. Diese ist weder verständlich noch mittelbar wenn nicht durch die Metapher, die der Sprache die richtige Form gibt.

Copyrights 2007 – Azzarello Rosario

Menschen und Maschinen

Der Film “2001: a space odyssey”

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“2001: Odyssee im Weltraum ist ein sehr bekannter und einflussreicher US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahre 1968, der auf der Kurzgeschichte The Sentinel von Arthur C. Clarke basiert und ursprünglich “Journey beyond the stars” heißen sollte. Regie führte der berühmte Regisseur Stanley Kubrick. Er entwickelte in Zusammenarbeit mit Clarke auch das Drehbuch. Der in Details etwas abweichende, deutlich ausführlichere Roman zum Film wurde von Clarke allein geschrieben und kurz nach Erscheinen des Films unter dem selben Titel veröffentlicht.

Nach knapp drei Minuten sphärischer Musik zu einem Schwarzbild ist das Erste, was der Zuschauer zu sehen bekommt, das Logo der Produktionsfirma Metro-Goldwyn-Mayer. In der darauf folgenden Szene befinden sich Mond, Erde und Sonne in Konjunktion. Die Sonne geht auf, und die Credits werden eingeblendet.

Eine Gruppe von Vormenschen in der afrikanischen Savanne. Ihr Alltag wird von Not und vom Kampf ums nackte Überleben bestimmt: Ein Leopard reißt ein Mitglied der Gruppe, Artgenossen aus einer anderen Sippe versuchen, ihnen ihre Wasserstelle streitig zu machen. Eines Morgens erwacht die Gruppe neben einem schwarzen Monolithen, der, unbemerkt von den Vormenschen, möglicherweise von einer außerirdischen Rasse auf die Erde gebracht wurde.

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Welchem Zweck dient der Monolith? Fest steht, dass er eine Bewusstseinsveränderung bei den Vormenschen herbeiführt, die ihn zunächst ängstlich umtanzen und zaghaft berühren. Seine Funktion wird klar, als einem der Vormenschen beim Anblick eines ausgebleichten Knochens ein revolutionärer Gedanke durch den Kopf schießt: den Knochen als Werkzeug oder Waffe zu verwenden. Die Szene wird von der Introduktion “Also sprach Zarathustra” von Richard Strauss untermalt.

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Schnitt: Das Leben der Vormenschenhorde hat sich entscheidend verändert. Es steht jetzt genügend Fleisch von erbeuteten Tapiren zur Verfügung. Als wieder einmal eine andere Horde versucht, sich der Wasserstelle zu bemächtigen, wird der Anführer der fremden Horde mit dem als Waffe verwendeten Knochen getötet. Triumphierend schleudert der neu entstandene homo faber sein Werkzeug gen Himmel.”

Metaphysik & Kunst

In der letzten Vorlesung wurde Damien Hirst als George Lucas der Kunst bezeichnet im Zusammenhang mit dem Stichwort Metaphysik.

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zwei Werke von Damien Hirst

In der Kunst gab es schon vorher eine Verbindung zur Metaphysik. Die “Pittura metafisica” ist eine von Giorgio de Chirico 1911/13 kreierte metaphysische Malerei, welche sich nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem 1. Weltkrieg mit dem Sinn und Sinnlosigkeit des Seins beschäftige. Der Namen drückt die Bestrebungen der Künstler aus, mit ihren Arbeiten en inneren Sinn, die höhere Wirklichkeit jenseits der Dinge aufzuzeigen, das heisst ihre Metaphysik, die Zusammenhänge des Seins die jenseits der künstlerischen Ausdrucksformen zu finden sind, darzustellen. Die “Pittura metafisica” ist eine Gegenströmung des Futurismus und des Funktionalismus. Wesentlich beeinflusst wurde sie auch vom Maler und Dichter Alberto Savinio, dem Bruder von Giorgio de Chirico.

Die Vertreter der Strömung forderten die Rückkehr zur klassischen Malerei wie sie an den Akademien gelehrt wurde und die Rückbesinnung auf die Werke der alten italienischen Meister. Vorbilder für sie waren unter anderem Perspektivstudien aus der Renaissance. Bekannte Motive sind menschenleere Plätze mit sehr plastisch gestalteten Gliederpuppen, von denen jede aus einem anderen Blickwinkel wiedergegeben ist. Es sind isolierte, unzusammenhängende Gestaltungen, welche durch starke Licht-Schattenkontraste noch drastischer werden. Sie ergeben einen der normalen Logik fremden Sinn und damit eine neue, ungeahnte Bedeutung. Das Gedankengut der “Pittura metafisica” ging später ins Programm der Valori Plastici (plastische Werte) über.

Bekannte Vertreter: Chirico, Carrà, F. Casorati, G. Morandi
Buch zum Thema: Giorgio de Chirico – der Metaphysiker, Katalog Haus der Kunst München 1982

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Ettore e Andromaca von Giorgio de Chirico