Posts zu Lehrveranstaltungen von Prof. Dr. Nils Röller (Mediale Künste, DKM, ZHDK)
Mythos
Der Autor als Netzwerker: Fotografie

Edgar Allan Poe (1809-1849), Daguerrotypie von Marcus Aurelius Root, 1848. Quelle (Getty Images): Klick hier.
Post zum Text Realometer von Marc von Schlegel, (Romina Tschuor)
Denn es liegt in der Natur der Sprache, dass sie niemals vollkommen verstanden werden kann und genau an diesem Punkt setzt Poe mit seinen Manipulationen an…
Marc von Schlegell. Realometer, Originalausgabe/ 2009, S.22
künstlerische Intervention: Mittelseite einer Zeitschrift. Wenn man sie öffnet, fallen die Farbpigmente aus der Seite.
Mythos der Maschine – Finder und Erzeuger, Dave Bopp
Mumford, Lewis, Mythos der Maschine, Wien, 1974, Europa Verlag
Kapitel 4, Finder und Erzeuger, S. 121-152
Mumford setzt seine Jagd nach angebrannten Theorien über das Verhältnis zwischen Werkzeug und Geist des Frühmenschen fort. Die unterschätzte Relevanz des Geistes wird nun aber mehr von konkreterem “Bewiesmaterial” gestützt und es werden tiefe Einblicke in ein komplexes Netz von Zusammenhängen zwischen archäologischem und psychologischem Forschen im Paläolithikum offenbart.
Beginnend mit einer “was wäre wenn” Frage, wobei nicht die Frage selbst beantwortet wird, sondern vielmehr geschildert wird, wie das “wenn” verhindert wurde, wird der zentrale Bestand dieses Kapitels, die Neugierde des Menschen, aufgegriffen. Ich finde es schön wie er das Zusammenspiel zwischen Inspiration, Verarbeitung und Schöpfung verbildlicht. Denn in seiner Formulierung wird man nur fern an die Funktionsweise einer Maschine erinnert. Da die Maschine auch nach dem “gibts Input gibts Output” Prinzip funktioniert, wäre ein solcher Vergleich naheliegend. Dennoch wird diese Gemeinsamkeit von der Selbstinitiative, dem innovativem Denken und dem Interesse des Menschen übertrumpft (Zitat: “Er (der Mensch) roch und schmeckte, suchte und sammelte, verglich und wählte aus.” S. 125).
Könige als treibende Kraft
Jean Tinguely, Heureka (Zürich)
„Im Mittelpunkt der ganzen Entwicklung stand die neue Institution des Königtums. Der Mythos der Maschine und der Kult des Gottkönigtums sind gemeinsam entstanden.“
(s. 199, Abschnitt 1)
Die Metapher als Psychotherapie
Was ist eine Metapher?
- Die Metapher ist eine rhetorische Figur, die ein Wort oder einen Ausdruck benutzt um etwas anderes zu verstehen, als das, was sie normalerweise ausdrückt. Wenn wir z.B. zu Jemandem sagen: „Du bringst mich auf die Palme!“, meinen wir damit dass der andere einem nervös macht“.
- Die Metapher erleichtert das Verständnis, von dem, was man sagen will und vereinfacht die Rede, indem sie eine grosse Nummer von Wörtern ausschaltet, um dem gleichen Begriff zu illustrieren.
- Die Metapher identifiziert durch eine Sprache zwei verschiedene Dinge. z.B. Wenn man sagt: „Du bist eine Blume“ oder „Du bist wie eine Blume“ ist dies nicht dasselbe.
Psychotherapie?
Die Metapher ist ein aussergewöhnliches Mittel, das dem Hypnose-Therapeuten zur Verfügung steht, um die therapeutischen Einflüsse ins Unterbewusstsein zu übertragen.
Dies ist der Grund, weshalb die Metapher zur indirekten Beeinflussung (Hypnose) gebraucht werden kann, weil ihr Inhalt in privilegierter Weise von der rechten Heimsphäre (Hirnhälfte) aufgenommen wird. Wenn die Metapher mit der Beschreibung eines Konzeptes gebraucht wird, sind die beider Hirnhälften mit dem betreffenden Funktionen gleichzeitig beschäftigt.
Die Sprache, wurde gebildet, indem syntaktische Regeln den Wörtern und Gruppen von Wörtern Sinn gegeben haben. Aus der Erfahrung, hat man gelernt, dass aus einem nicht korrekt formulierten Satz (mit unklarem Sinn) ein auch nicht korrektes Verhaltensmuster entsteht.
Ein Therapeut, der mit der, von einer Person gebrauchten Sprache arbeitet, und auf die richtige logische Formulierung aufpasst, kann somit das Benehmen der Person selbst beeinflussen.
Eine gut formulierte Metapher verändert die Realität, das heisst, durch die Therapie kommt es zum Verschwinden von Symptomen. Wenn ein Patient seine Symptome beschreibt, braucht er Metaphern. Das beste was man tun kann, ist dem Patienten seine eigenen reinterpretierten Metaphern zu ersetzen.
Fazit
Generell gesagt, ist die Sprache selbst eine Metapher der Wirklichkeit. Diese ist weder verständlich noch mittelbar wenn nicht durch die Metapher, die der Sprache die richtige Form gibt.
Copyrights 2007 – Azzarello Rosario

Der Film “The Matrix”
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“Hattest du schon mal einen Traum, Neo, der dir vollkommen real schien? Was wäre, wenn du aus diesem Traum nicht mehr aufwachst? Woher würdest du wissen, was Traum ist und was Realität?” (Morpheus, Matrix)
“Diese Frage betrifft in Matrix die Menschheit, denn sie ist von Maschinen an ein Computerprogramm angeschlossen, in welchem sie ihr Leben verbringen. Die wenigsten von ihnen ahnen, daß das, was sie täglich erleben, nicht real ist. Tatsächlich liegen die an die Matrix angeschlossenen Menschen in Behältern, die mit einer Nährflüssigkeit gefüllt sind und dienen den Maschinen als Energielieferant.
Doch es gibt Hoffnung für die versklavte Menschheit. Einige Menschen haben sich aus der Matrix befreit, können sich aber wieder in selbige einloggen und dort mit den noch angeschlossenen Menschen agieren. Dabei trennen sie aber ihren Geist von ihrem Körper, der in der realen Welt nun schutzlos ist.
Der Prophezeihung eines Orakels zufolge steht die Rückkehr des Auserwählten bevor, welcher die Matrix beeinflussen kann und die Menschheit aus der Matrix befreien soll.
Morpheus hält Neo für diesen Auserwählten, weshalb er ihn kontaktiert, um seinen Geist zu befreien. Durch seine Taten in der Matrix beweist sich Neo – seinen eigenen Zweifeln zum Trotz – als der Auserwählte. In einer der bekanntesten Szenen weicht er beispielsweise Kugeln durch extrem schnelle Bewegungen aus – was im Film in Bullet Time dargestellt wird. Außerdem besiegt er als erster einen der Agenten namens Smith. Agenten sind allmächtige Wächter-Programme der Maschinen innerhalb der Matrix.
Kurz vor dem Ende des Filmes stirbt Neo in der Matrix durch Smith. Nach seiner Auferstehung ist er jetzt vollkommen zum Auserwählten geworden; er kann Kugeln in der Luft anhalten, fliegen und besiegt Smith ein weiteres Mal, in dem er in ihn – einem Virus ähnlich – eintaucht und ihn von innen zersprengt
Matrix ist der erste Teil einer Science-Fiction-Filmtrilogie. Produziert wurde er im Jahre 1999 von Warner Bros. und Village Roadshow Pictures. Gefeiert wurde er einerseits aufgrund der gelungenen (spektakulären) Umsetzung des Stoffes, welche aufwändige visuelle Effekte wie Bullet Time verwendete, andererseits aber auch wegen seiner über den Horizont normaler Actionfilme hinaus gehenden philosophischen Inhalte (Platons Höhlengleichnis, Gnostizismus, Zen-Buddhismus, Analogie des Plots zum Neuen Testament der Bibel).
http://de.wikipedia.org/wiki/Höhlengleichnis
http://de.wikipedia.org/wiki/Gnostizismus
http://de.wikipedia.org/wiki/Zen
Nicht nur die Grundidee, sondern auch ganze Textpassagen der Charaktere liefern Referenzen an die Romane Sterntagebücher und Also sprach Golem des polnischen Autors Stanisław Lem oder auch das Buch Simulacra and Simulation des französischen Philosophen Jean Baudrillard. Bereits 1973 benutzte der deutsche Regisseur Rainer Werner Fassbinder die Vorlage für seinen Science-Fiction-Klassiker Welt am Draht. Ebenso erinnern sie an den erfolgreichen Anime Ghost in the Shell sowie die Illuminatus!-Trilogie der Autoren Robert Anton Wilson und Robert Shea, den Film Dark City von Alex Proyas und Sie leben! von John Carpenter.
Ferner existieren Anspielungen auf Alice im Wunderland von Lewis Carroll und Der Prozess von Franz Kafka”
Mischwesen
Das sind Wesen, welche entweder aus Teilen mehrerer Tierarten bestehen oder eine Mischung aus Mensch und Tier darstellen wollen. Man findet sie in vielen Kulturen. Sie stellen meist eine göttliche Figur dar, mit übermenschlichen Kräften. Einige waren beliebt, andere weniger. Aber was sicher ist, ist dass sie ein fester Bestandteil unserer und jener Kulturen waren und die litera-rische phantastische Geschichten schmückten. All diese Geschichten über Dämonen und Dra-chen haben sich bis heute in die Köpfe der Menschen eingeprägt.
Nun eine kleine Auswahl von verschiedenen Mischwesen:
Entstehungsort: Jüdische Mythologie
Die Aspis ist ein schlangenähnliches Wesen und symbolisiert das Böse.
Man nimmt an, dass auch die biblische Schlange welche Eva verführt haben soll, die Aspis sein sollte. Die Schlange wird mehrmals in der Bibel als ein Symbol des Teufels benannt.
Im vorderen Orient stand die Schlange für Weisheit und Erleuchtung.
Bei den Aborigines behütete sie das Wasser und war ein Symbol für den Ur-Zustand der Natur.
Aussehen: Er trägt um die Stirn ein Feuerdiadem und sitzt auf einem riesigen Thron. Das Ge-sicht ist fleischig. Er hat grosse Nasenlöcher und auf seinem Kopf wachsen zwei grosse Hörner. Er ist dunkel und hat Fledermausflügel auf dem Rücken.
Er galt ursprünglich als Schutzgott der Philister von Ekron. In der Bibel jedoch wird er als Herr der Fliegen und als Herrscher des Reiches der Finsternis bezeichnet. Er ist der Fürst der Dämo-nen. Sein Name kommt aus dem Semitischen und bedeutet Mist- oder Dunghaufen.
Das Aussehen:
Äußerlich kombinieren Drachen die anatomischen Stärken aller möglichen Tiere, Die Schup-pen von Schlangen und Fischen, die Flügel und Klauen von Vögeln, die Zähne und Pranken von Tigern und ausserdem noch Feuer speiend.
Der Drache wird in der Mythologie in fast allen Ländern erwähnt.
In Asien wird der Drache als das mächtigste Tier gesehen und als ein halbgöttlicher Weise verehrt. In China galten Drachen zudem auch für Glück und männliche Potenz und waren ein Zeichen des Kaisers.
In der nordischen Mythologie taucht der Drache vorzugsweise in Form eines Lindwurms auf. (In den germanischen Sagen hat es zwei Beine, aber keine Flügel)
Aussehen: Adlerkopf, Löwenleib, Flügel
Entstehungsort: wahrscheinlich Orient, denn man fand Darstellungen in Persepolis und Babylon, auf Wänden und auch auf Münzen.
Er charakterisiert Stärke und Wachsamkeit. Er ist Sinnbild für Macht und war Grab und Tor-wächter.
Der Legende nach lebte er in den Bergen und ernährte sich von Pferdefleisch. Er hatte eine tiefe Abneigung gegen Menschen, welche nach Ruhm und Reichtum hegten. Noch im Mittelalter glaubte man an seine Existenz.
Man nimmt an, dass schon in dieser Zeit Fossilien von Dinosauriern aus der Kreidezeit gefunden wurde, und somit das Phantasiebild dieses Mischwesens entstand.
Entstehungsort: Griechische Mythologie
Aussehen: Hat Schlangen anstatt Haare auf dem Kopf, riesige Zähne mit hervorhängender Zunge. Glühende Augen und einen tödlichen Blick und gelben Flügeln. Man sieht sie auf Abbildungen oft auch mit Pfeil und Bogen.
Sie wurde geboren als einer der drei Gorgonentöchter, und war die einzig sterbliche unter ihnen. Ursprünglich wurde Medusa wegen ihrer Schönheit und Charme bewundert.
Als Athene sie dennoch bei einer Buhlschaft mit Poseidon in einem ihrer Tempel überraschte, wurde sie zornig und verwandelte Medusa samt ihren Schwestern in jene fürchterlichen Ges-talten. Das Gesicht der Medusa war so hässlich, dass jeder der sie sah sofort zu Stein erstarr-te.
Perseus machte sich einen Namen, als er als einziger es schaffte, mit Hilfe von Athene, Medusa zu bekämpfen und ihr den Kopf abzuschlagen. Den Kopf stellte er auf Athenes Speer. Jedoch hatte Medusas tödliche Fähigkeit nicht an Kraft verloren. Ir Blick konnte immer noch Menschen in Stein verwandeln.
Sie wird heute noch als Schutzdenkmal vor manchen Gebäuden gestellt.
Entstehungsort: Griechische Mythologie
Aussehen: Geflügeltes Pferd
Das Word Pegasus stammt aus dem Griechischen und bedeutet Brunnen.
Es wird erwähnt, dass er aus dem Blut der Medusa entsprungen ist, als Perseus ihr den Kopf ab-schlug. Aber es wird auch gesagt, dass er aus der Erde entsprungen ist, auf dem Medusas Blut getropft ist. Man bringt ihn in Verbindung mit Poseidon, der Gott des Meeres. Viele Götter ha-ben versucht Pegasus einzufangen. Bis Athene einen Zaumzeug mit Zauberkraft erschuf, worauf Pegasus eingefangen wurde. Seine Ursprünge als Mischwesen sind vermutlich orientalischer Herkunft. Er wurde häufig in der kretischen und kleinasiatischen Kunst dargestellt.
Aussehen: Blasse bis grünliche Haut, grünliche Haare. Es wird einerseits auch von Schuppen am Körper oder gar Fischflossen erzählt.
Dieses so wandelbare Wesen mit oder ohne Fischschwanz begegnet uns unter vielen Namen in immer wieder faszinierenden Gestalten: als zwiegespaltener Geist – mal gut, mal schicksalhaft verstrickt, mal dämonisch böse. Sie schwimmt oder schwebt durch Legenden und Märchen oder lokalen Sagen, ebenfalls auch in Reiseberichten und gelehrten Naturstudien.
Bei den weiblichen Nixen wird meist von einer unvergleichlichen Schönheit gesprochen. Jedoch bringt ihre Schönheit auch Gefahr und Tod mit sich. Vor allem gefährdet sind Jünglinge, welche durch Versprechen auf verbotenen Vergnügen zu den Nixen gelockt werden und durch ihre Verführungskünste bis zum Grund von Flüssen und Seen gezogen oder von ihnen verschlingt werden. (Nymphe, nymphoman stammt ursprünglich aus diesem Charakterzug). Auch Homer erzählte von Odysseus, welcher fast den Gesängen der verführerischen Sirenen verfiel.
ICH UND DIE ANDEREN
Jeder Mensch ist anders. Dies macht aus uns interessante Personen ,weil jeder seine Erfahrungen gemacht hat und anderes erlebt hat. Dies ist der große Unterschied. Wir reagieren und denken anders als die „Anderen“ weil wir einfach „anders„ sind. Entschuldigung für das Wortspiel, aber das ist ganz einfach so.
Wir können z.B. die „Anderen“ mit einem Eisberg vergleichen.
Wir können nur ganz klar sehen, was oberhalb des Wassers ist. Aber je weiter wir nach unten schauen, desto unklarer sehen wir das Ganze. Das ist eben der versteckte Teil „Der Anderen“, den wir nicht gut verstehen können. Das ist der Grund, dass es zwischen Menschen am meisten Missverständnisse, Kriege und Unklarheit gibt. Natürlich ist die Art der Kommunikation und die Sprache auch ein ganz wichtiger Faktor, der uns unterscheidet. Ich selber bin ein Beispiel, und weil eben meine Muttersprache nicht Deutsch ist, wird das Bild, das ich gemacht habe, euch (als Medium) das Ganze besser erklären als 1000 meiner Wörter ;o)
Copyrights 2006 – Azzarello Rosario



