Posts zu Lehrveranstaltungen von Prof. Dr. Nils Röller (Mediale Künste, DKM, ZHDK)
Philosophie
David Fagan
Time is not a static object, nor is it viewable or recordable in its entirety. We cannot trust recorded media as truth, because truth would encompass all things at once, the universe in its entirety, recorded and understood from many opposing standpoints.
What is recorded of time is complicated by the fact that the one who records mediates the subject, and the one who replays mediates what is replayed.
What we do have; is individual experience of time, where memories slip and resurface in the present. Our ideas are generated internally. When one tries to explain ideas in the world outside of ones self they, by default, fail to communicate verbatim, given that language is itself a translation of thought to words. Yet ideas can find salvation, in new interpretation of those who view that which we can create.
The manifestation of a utopia in the built environment then, it would seem, is impossible. For we would each experience a utopian built environment differently.
“Impermanence is in some mysterious way of course the key to the actualization of any utopia.” (Mark von Schlegell, 2006)
The individual can experience a temporal moment that feels utopian. This is a lived moment where inner thoughts and outer environment meet seamlessly.
Utopia is not a fixed ideal; perhaps we have experienced what it is to live in a utopian environment for just a fleeting moment of our lives. The mind, it would seem is in a continual state of flux, tentative moments of stability form time to time, and perhaps in one of these moments, one views the world around us as utopian.
“Life rustled through the centuries like one spring-time, an ever-variegated festival of heaven-children and earth-dwellers.” (Novolis, 1897)
I like this description of life as a singular continuum regardless of which humans possess it. Although, if our individual knowledge of life is our consciousness of time; this communality of life would seem to run contrary to my previous assumptions of the individuals experience of memory.
Tino Sehgal’s work ‘This Progress’ at the Gugenheim, involves the viewer being asked by a child museum guide, “What is progress?” Thus forcing a verbal answer to what is an emotional idea. The young museum guide relays, to the next, slightly older guide, the viewer’s opinion of progress and in doing so, reveals the fallibility of language and time constraints in expressing ones thoughts.
The viewer; having given an off the cuff answer to a question which requires more time to answer than is allocated; is tied to this answer, which may not represent their opinion.
The more one chases a definition to of time, memory or truth, the more those terms reveal their definitions to be stunningly elusive.
This Progress, Tino Seghal, 2010
References:
Books
Novolis, 1897, Hymns to the Night in Rampolli: Growths from a Long-Planted Root: Being Translations, London Longman’s
Online Articles
Schlegell, Mark von, (2006) Classe Permanente: Corporating the principle of division [Catalogue of an exhibition held at Galeria Graça Brandão Lisboa, 14 January - 28 February 2006]
Available online at: http://www.galeriagracabrandao.com/index.php?menu=exp&exposicao_id=49&texto_id=10&lang=en
Die Metapher als Psychotherapie
Was ist eine Metapher?
- Die Metapher ist eine rhetorische Figur, die ein Wort oder einen Ausdruck benutzt um etwas anderes zu verstehen, als das, was sie normalerweise ausdrückt. Wenn wir z.B. zu Jemandem sagen: „Du bringst mich auf die Palme!“, meinen wir damit dass der andere einem nervös macht“.
- Die Metapher erleichtert das Verständnis, von dem, was man sagen will und vereinfacht die Rede, indem sie eine grosse Nummer von Wörtern ausschaltet, um dem gleichen Begriff zu illustrieren.
- Die Metapher identifiziert durch eine Sprache zwei verschiedene Dinge. z.B. Wenn man sagt: „Du bist eine Blume“ oder „Du bist wie eine Blume“ ist dies nicht dasselbe.
Psychotherapie?
Die Metapher ist ein aussergewöhnliches Mittel, das dem Hypnose-Therapeuten zur Verfügung steht, um die therapeutischen Einflüsse ins Unterbewusstsein zu übertragen.
Dies ist der Grund, weshalb die Metapher zur indirekten Beeinflussung (Hypnose) gebraucht werden kann, weil ihr Inhalt in privilegierter Weise von der rechten Heimsphäre (Hirnhälfte) aufgenommen wird. Wenn die Metapher mit der Beschreibung eines Konzeptes gebraucht wird, sind die beider Hirnhälften mit dem betreffenden Funktionen gleichzeitig beschäftigt.
Die Sprache, wurde gebildet, indem syntaktische Regeln den Wörtern und Gruppen von Wörtern Sinn gegeben haben. Aus der Erfahrung, hat man gelernt, dass aus einem nicht korrekt formulierten Satz (mit unklarem Sinn) ein auch nicht korrektes Verhaltensmuster entsteht.
Ein Therapeut, der mit der, von einer Person gebrauchten Sprache arbeitet, und auf die richtige logische Formulierung aufpasst, kann somit das Benehmen der Person selbst beeinflussen.
Eine gut formulierte Metapher verändert die Realität, das heisst, durch die Therapie kommt es zum Verschwinden von Symptomen. Wenn ein Patient seine Symptome beschreibt, braucht er Metaphern. Das beste was man tun kann, ist dem Patienten seine eigenen reinterpretierten Metaphern zu ersetzen.
Fazit
Generell gesagt, ist die Sprache selbst eine Metapher der Wirklichkeit. Diese ist weder verständlich noch mittelbar wenn nicht durch die Metapher, die der Sprache die richtige Form gibt.
Copyrights 2007 – Azzarello Rosario

061204-061211 : 061207
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AndereMovie
Ich bin ein Anderer im modernen Werk, das was der Kopf ist, die Steuerung, nicht Kopflos sein, das mehrere ist das Sein.4#
8#„Eine Ästhetik der Verletzbarkeit“ – die Organveränderung, -erweiterung, die herbeigeführt wird, um ein Subjekt mit neuen Fähigkeiten / Möglichkeiten auszustatten, geht immer von einer „forma substantialis“, von einer ursprünglichen Bestimmung des Seins aus. 8#3 Schön, der Begriff einer “Aesthetik der Verletzbarkeit” – noch schöner wäre wohl eine des “Verletzlichen”. Denn dies stünde im Gegensatz zur Klassik, welcher unser Wissensverhalten noch immer eingedenk ist: Erhaben, die Natur sich Untertan machen, sich selbst durch Bildung und Technik die Welt unter zu ordnen. Das Verletzliche jedoch in den Vordergrund zu stellen, hiesse sich anzunehmen, wie man ist – also die vielberufene Selbstverantwortung anstelle des frisierten Menschenmotors.#3
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Jede Person als fest gefügte Einheit gedacht, die Person wird zur Baustelle, selbst die Sprache des Subjekts wird zur Baustelle, an der Sprache des Subjekts selbst arbeiten. Die Person besteht darin ihre Sprache zu finden.
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8#Aristoteles spricht von Wirklichkeit und Möglichkeit. „Die Möglichkeit ist gewissermassen das Sein der Anlage nach, das noch unbestimmte, unentwickelte Sein, welches in sich die Möglichkeit zu einem bestimmten Sein hat. [...] Die Wirklichkeit hingegen ist das entwickelte Sein, das seinen möglichen Inhalt ins Dasein überführt hat. [...] Das heisst in dem was werden soll, ist die Anlage zu dem, was es werden soll, schon gegeben. Diese Anlage aber ist mehr als nichts und ist doch nicht schon die Wirklichkeit, die erst werden soll.“ (Aristoteles. “Actus und potentia”. Die Metaphysik der Antike. S. 86).
Bei Cassirer wird die Möglichkeit zu einer neuen Dimension der Wirklichkeit.#8
3#Möglichkeit bedeutet, eine Wahl zu haben, somit einen Sinn.#3
3#[061209 - 16.28] Cassirer zu mythischem Denken und der ihm immanten Möglichkeiten: “Seine [des primitiven Denkens] Lebensauffassung ist synthetisch, nicht analytisch. Das Leben wird nicht in Kategorien und Unterkategorien geteilt; es wird als ein ungebrochenes, kontinuuierliches Ganzes empfunden, das eindeutige, präzise Unterscheidungen nicht zulässt. Die Grenze zwischen den verschiedenen Sphären sind nicht unüberwindliche Barrieren; sie sind flüchtig und fliessend. Zwischen den verschiedenen Lebensbereichen gibt es keine spezifische Differenz. Nichts besitzt eine feste, unveränderliche, statische Gestalt. Durch eine plötzliche Metamorphose kann sich jedes Ding in jedes andere Ding verwandeln.” Versuch über dem Menschen, S130. Die Verwandlung ist also ein aktiver Prozess des Subjekts – sei es menschlicher oder anderer Wesensart. Das einzelne Wesen basiert nicht auf statischen, sondern grundlegenden Prinzipien, die sich in die Bewegung des Kosmos einspielen: “Charakteristisch für das Denken des Primitiven ist nicht seine Logik, sondern sein allgemeines Lebensgefühl. Der Primitive betrachtet die Natur nicht mit den Augen eines Naturforschers, der die Dinge klassifizieren will, um seine intellektuelle Neugier zu befriedigen. Er tritt ihr nicht mit vorwiegend pragmatischen oder technischen Interesse entgegen…. Seine ganze Naturauffassung ist … sympathetisch.” ditto, 131.#3
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Mit der ”Bibel“, ”Finnegans Wak“ sind ”Differenzmaschinen“ geschaffen, bei der die Auseinandersetzung um ihre Deutung immer umstritten bleibt.#4
8#Somit kann gesagt werden, dass die innere und äussere Wandlung von Skywalker hin zur dunklen Macht als Möglichkeit stets vorhanden war. Gemäss Aristoteles streben alle Dinge einem Zustand zu, der ihr Ziel bedeutet, „dass alles, was sie vollbringen, bevor dieses Ziel erreicht ist, um dieses Zieles willen geschieht.“ Als Auslöser zur Metamorphose kann die Sorge um seine schwangere Frau Amidala gesehen werden, was ihm vom Zuschauenden Verständnis entgegenbringen lässt und ihm sogleich einen Teil der Verantwortung entzieht und sein Verhalten vielleicht sogar legitimiert. 8#3 Hat die Psychologie das Böse nicht abgeschafft? Schon in Goethes Faust sagt Mephisto von sich, er sei “ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.” und nennt sich an einer anderen Stelle den Schalk.#3
8#Durch das Ersetzen der fehlenden Körperteile mit maschinenartigen Komponenten erlangt Vader nicht nur eine widerstandfähigere Körperlichkeit, sondern steigert durch seine metallischen Gliedmasse auch die Auswirkungen seiner auszuführenden Handlungen.
Die Vermischung/Erweiterung Mensch-Maschine basiert bei Lucas auf den Eigenschaften menschliche Triebe, Emotionen) des Menschen, welche zugunsten einer Mechanisierung und Vereinfachung seines Wesens und seines Handlungsradius reduziert werden. Diese Reduktion bringt eine Fokussierung auf sein vermeintliches Ziel mit sich. „Was die Entwicklung auf das Ziel hin bewirkt, ist das Ziel selbst. Das Ziel selbst gibt dem Wachsen die Richtung auf dieses Ziel hin. Alles bewegt sich also auf das Telos , das Ziel als ein Gut zu, als das dem jeweiligen Gegenstand angemessene Gute oder Beste. Das erste Gut aber, auf das ein Gegenstand/Subjekt gerichtet ist, ist die Erhaltung seiner eigenen Form.“ (Aristoteles)
So grenzt die Mechanisierung des Menschen – hier in Bezug auf George Lucas – nicht nur äusserlich ab, sondern passiert in erster Linie durch die Verschiebung der Eigenschaften. Durch die Einschränkung vermindert sich „des Chaos im Menschen“ und seine Handlungen erfahren weniger Ablenkung, geschehen Reflex-, Affektartig und somit unmittelbarer. Dies steigert in diesem „automatisierten“ Bereich zwar die Effizienz und Durchschlagskraft, ermöglicht durch den vorgegebenen Handlungsstrang aber auch keine Weiterentwicklung. (Vielleicht müssten wir die Schuhe einmal auf eine andere Weise binden.)
„Die Repräsentation oder Wiedergabe eines Objekt/einer Handlung ist etwas ganz anderes als der blosse Umgang mit ihm/ihr. Dieser Umgang erfordert nichts weiter als eine bestimmte Reihe miteinander koordinierter oder einander folgender Handlungen und Körperbewegungen. Es ist eine Sache der Gewohnheit, die durch ständige Wiederholung bestimmter gleich bleibender Handlungen erworben wird.“ (Cassirer. Versuch über den Menschen. In: Die Welt von Raum und Zeit. S.78).
Dieses maschinelle „Nichtdenken“ könnte bei Cassirer mit der Definition „Wirknetz“ als organische Reaktion auf einen Impuls verstanden werden. Dem gegenüber zeichnet den nichtmechanisierte Menschen das Vermögen eines „Symbolnetzes“ aus, welches ihn Befähigt, die Konsequenzen seiner Handlungen als Möglichkeit zu denken und diese somit bewusst zu steuern. „Die physische Realität scheint in dem Masse zurückzutreten, wie sie Symboltätigkeit des Menschen an Raum gewinnt. [...] Statt mit den Dingen hat es der Mensch nun gleichsam ständig mit sich selbst zu tun. So sehr hat er (sie) sich mit sprachlichen Formen, künstlerischen Bildern, mythischen Symbolen oder religiösen Riten umgeben, dass er (sie) nichts sehen oder erkennen kann, ohne dass sich diese artifizielle Medium zwischen ihn (sie) und die Wirklichkeit schöbe.“ (Vgl. Cassirer. In: „Das Symbol als Schlüssel“). „Nicht die Dinge verstören und beunruhigen den Menschen, sondern seine Meinungen und Vorstellungen von den Dingen.“ (Epiktet. In: Cassirer. „Das Symbol als Schlüssel“).#8
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Die Figur des Dädalus erscheint im Werden des Menschen als wandelbare Perspektive.
Giordano Bruno nennt sich selbst „Dädalus in der Technik der Vernunft“.
Er hat eine Unendlichkeit ohne Gott gedacht.#4
8#Hier können Verknüpfungen zu Ikarus und Daidalos Organerweiterungen und Flugversuche gesehen werden, die erst durch hypothetisch gedankliche Weiterentwicklung einer tatsächlichen Tatsache (Organismus Mensch, Fähigkeiten und Ausstattung Vogel), zu einer tatsächlichen Möglichkeit (Flugvermögen des gefiederten Menschen) gelangt.
Diese Funktionsweise des symbolischen Denkens dient auch als Grundlage für wissenschaftliches Vorgehen, welches stets ein hypothetisches, symbolisches Element voraussetzt, bevor daraus beobachtbare Tatsachen werden. Die Gedanken kommen keinen Schritt voran, wenn sich die Grenzen der wirklichen Welt nicht erweitern. „In der Idee leben, heisst das Unmögliche so behandeln, als wenn es möglich wäre.“ (Goethe. In: Cassirer. „Tatsachen und Ideen“).#8
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Raum ist ein soziales Konstrukt.#4
8#Finnegans Wake liegt eine Idee von einer Mehrdimensionalität der Realität zugrund, die von unendlich vielen Gesichtspunkten und Perspektiven angeschaut werden kann. Bei Giordano Bruno ist das Universum beseelt „von einem unaufhörlichen Streben nach Verwandlung; jedes endliche Wesen bewegt sich in einem Drang zum Unendlichen auf neue Gestalten zu, und die Dialektik von Endlichem und Unendlichem verwirklicht sich allein und wahrhaft in dem unaufhaltsamen Prozess der kosmischen Metamorphose: jedes Wesen hat in sich seinen Keim für die zukünftigen Formen, die seine Unendlichkeit gewährleisten.“ (Bruno. In: Eco. „Das offene Kunstwerk“. Vgl. auch Argumentation Erläuterungen Ernst Cassirers).
In Finnegans Wake wird die Sprache zu einer unbestimmbaren Baustelle, bei welcher es nicht möglich ist, „die Bedeutung eines Wortes und sein Verhältnis zu allen anderen zu erhellen, wenn man nicht alle möglichen Erklärungen des Werkes gegenwärtig hat; und dennoch erhellt jedes Wort den Sinn des Buches, erschliesst eine bestimmte Perspektive auf es und gibt Sinn und Richtung für eine der möglichen Deutungen“. (Eco, Umberto. „Das offene Kunstwerk“).
Das Gelesene und Interpretierte ist somit nicht als Wahrheit zu verstehen, sondern vielmehr als wandelbare Perspektive.#8
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Das der Abstand zwischen dem ersten Werkzeug und neuestem Werkzeug (Keule – Raumschiff), kleiner ist, als der Schritt aus der Zeit vor dem ersten Werzeug zum ersten Werkzeug. (Cassirer)#4