Medien- und Kulturtheorie: Der Autor als Netzwerker: Teleskope und Sonnenflecken

March 8th, 2010

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Stich aus: C. Scheiner, De Maculis Solaribus, 1612. Paris, Bibl. de l’Observatoire; Quelle: http://www.galilei-online.de/pages/die-sonnenflecken.php

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Pater Christoph Scheiner beobachtet die Sonnenflecken, aus “Rosa Ursina”, 1630; Quelle: http://www.surveyor.in-berlin.de/himmel/Bios/Scheiner.html


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Quelle: http://www.jesuiten.org/frameset.asp?file=jesuiten_scheiner.htm&dir=/geschichte/jubilaeen/

Zählen, Zögern, Zeit

March 3rd, 2010

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Barba Röller: Extraktionen

March 2nd, 2010

Zur Vorbereitung des nächsten Treffens

Stelle in mindestens drei Ansichten (Skizzen, Photographien, Videostills) vor, wie Du Deine Arbeit in einem Raum ausserhalb des  VMK entwickeln möchtest. Berücksichtige dabei Schwellen zwischen
Innenräumen und Aussenräumen. Präsentiere diese Ansichten  in Eurem Atelier am 9. März.

Medien- und Kulturtheorie: Der Autor als Netzwerker: Druck

February 22nd, 2010

stradanus-printing

Druckwerkstatt. Quelle

( Impressio Librorum (Book Printing): Plate 4 of the Nova Reperta (New Discoveries) Theodor Galle (Flemish, 1571–1633), after Stradanus (Jan van der Straet) (Netherlandish, 1523–1605) Antwerp: Philips Galle, late 16th century Engraving; plate: 7 7/8 x 10 3/8 in. (20 x 26.4 cm), sheet: 9 7/8 x 12 7/8 in. (25.1 x 32.8 cm) Harris Brisbane Dick Fund, 1934 (34.30 [5]))

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Piratenräume: Parcours und Publikation am 5.1.10

January 3rd, 2010

The Parcours starts:

15h on Tuesday 5th 2010

at VMK

(Vertiefung Mediale Künste - Limmatquai 131 -  8031 Zürich)

Please join!

View on Parcours

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Erfindungen und die Künste, Manuela Ott

December 15th, 2009


1.Bestimmung von Autor, Titel, Ort, Jahr und Verlag des Textes

Lewis Mumford, Mythos der Maschine –Kultur, Technik und Macht- Frankfurt am Main, November 1977, Fischer Taschenbuch Verlag ( „The Myth of the Machine“ 1967)

S.269-300

2. Was gefällt mir, was missfällt mir?

Mir gefällt Mumfords vielschichtige Betrachtungsweise über Erfindungen und deren Nachwirkungen bis ins heutige Zeitalter. Mumford unterscheidet zwei Technologien. Die eine demokratisch und dezentralisiert, die andere totalitär und zentralisiert. Ich finde es sehr spannend, wie er eine demokratische Technik (Erklärung auf S. 270 unten & 271)mit einer autoritären Technik vergleicht und die Auswirkungen auf die Produkte, wie auch auf die Menschen aufzeigt.

Die Behauptung Mumfords, dass vor der Megamaschine die Arbeit freiwillig ausgeführt wurde und, sowohl in der Tätigkeit als auch in den Ergebnissen, Lustgewinn brachte, finde ich zu vereinfacht. Es klingt überzeugend, dass mit der Megamaschine eine heilige Funktion der Arbeit aufhörte, ich bezweifle jedoch, ob der Fluch der Arbeit, wie Mumfords dies sagt, erstmals mit der Megamaschnine eintrat. (S. 273 erster Abschnitt)

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Mythos der Maschine - Finder und Erzeuger, Dave Bopp

December 11th, 2009

Mumford, Lewis, Mythos der Maschine, Wien, 1974, Europa Verlag
Kapitel 4, Finder und Erzeuger, S. 121-152

Mumford setzt seine Jagd nach angebrannten Theorien über das Verhältnis zwischen Werkzeug und Geist des Frühmenschen fort. Die unterschätzte Relevanz des Geistes wird nun aber mehr von konkreterem “Bewiesmaterial” gestützt und es werden tiefe Einblicke in ein komplexes Netz von Zusammenhängen zwischen archäologischem und psychologischem Forschen im Paläolithikum offenbart.
Beginnend mit einer “was wäre wenn” Frage, wobei nicht die Frage selbst beantwortet wird, sondern vielmehr geschildert wird, wie das “wenn” verhindert wurde, wird der zentrale Bestand dieses Kapitels, die Neugierde des Menschen, aufgegriffen. Ich finde es schön wie er das Zusammenspiel zwischen Inspiration, Verarbeitung und Schöpfung verbildlicht. Denn in seiner Formulierung wird man nur fern an die Funktionsweise einer Maschine erinnert. Da die Maschine auch nach dem “gibts Input gibts Output” Prinzip funktioniert, wäre ein solcher Vergleich naheliegend. Dennoch wird diese Gemeinsamkeit von der Selbstinitiative, dem innovativem Denken und dem Interesse des Menschen übertrumpft (Zitat: “Er (der Mensch) roch und schmeckte, suchte und sammelte, verglich und wählte aus.” S. 125).

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‘Deus Ex Conscriptione’ oder wie Gott aus der Schrift kam | Gregory C. Gossner-Ham

December 2nd, 2009

…Nur noch Historiker und andere Spezialisten werden in Zukunft Schreiben und Lesen lernen müssen…
(S.7/Flusser - Die Schrift)

Für mich fast undenkbar. Ich kann mir ein Leben ohne Schrift nicht vorstellen (und meine Imaginationskraft ist bisweilen recht gross). Davon auszugehend, dass ich meine Gedanken anderswie ablegen könnte oder digitalisieren - ich würde es nicht tun. Den “beschwerlichen” Weg der Niederschrift wäre meine 1. Wahl. Aki Ross, die digitale Filmheldin und im CGI-Movie ‘Final Fantasy - The Spirits Within’ eigensinnige Wissenschaftlerin hat eine Apparatur um ihre wirren Visionen/Träume mittels holografischem Display und darin innewohnender ‘Zauberkraft’ festzuhalten. Nicht, dass ich dieses Medium nicht nutzen würde, aber das ‘Scribere’ würde bestimmt Bestandteil meines Lebens bleiben.
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Auch die neue Art von Lesen auf einem E-Reader bekommt mir nicht. Wieso tue ich mir das an? Ich könnte mehrere Bücher auf dieses Notizbuch aus Elektronik laden. Müsste nicht mehr ein Bücherregal besitzen, weil alle Bücher auf einem kleinen Wunder der Technik Platz hätten. Kleiner, leichter, kein Verlieren des Buchzeichens, keine ‘Eselsohren’ mehr…Der Drang, materielle Dinge wie ein Buch zu besitzen besteht auch nicht, und trotzdem soll es ein Buch sein. Damit ich Zeilen ankreuzen kann, Absätze markieren, eigene Notizen in die Papierseiten ‘ritzen’ kann.

System der Tokens/Symbolsteine
(S.15/Haarmann - Geschichte der Schrift)

Im 8. bis 4. Jahrtausend vor Christus waren diese Tokens wichtig für den Handel im Vorderen Orient. Sie waren Tauschgegenstand: Ware gegen Token.
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Etwa um das 6. Jahrtausend vor Christus bildet sich die ‘Donauzivilisation’, die älteste uns bekannte und - sie besass das Kulturgut Schrift. Der Schriftgebrauch scheint stark gebunden zu sein an religiösen Habitus. Demnach muss wohl die Religion, der Glauben der Menschen die Entwicklung der Schrift stark beeinflusst haben. War zuerst Gott oder war zuerst das Wort? Wenn Gott allmächtig, allwissend und allgütig ist/war, so wusste Es Bescheid über das Wort.

Auch wenn ich kein Schriftsteller bin beliebt es mir Dinge niederzuschreiben. Ich glaube, dass ich als Kind bereits Faszination an Buchstaben fand. Ihre Ästhetik und die ausgefuchste Logik. Irgendwie Technik, irgendwie Kunst, irgendwie Leben. Schöne Dinge meiner Gedankenwelt konnte ich ablegen mit Schrift, emotionale Aufruhr der Liebe bändigen und im Fundus von Adjektiven wuseln, eine eigene Form der Satzstellung kreieren, Reime setzen. In den Buchstaben versinken, traurig sein, glücklich sein, beides zur selben Zeit. Das Bleistift, der Füllhalter oder ein Filzstift waren und sind Verbündete, welche darauf warten einen Teil des Aktes vom Leben zu formen. Form geben.

…So, als Seine Inschriften, hat Er [Gott] uns in die Welt geschickt, uns aus dem Paradies in die Welt vertrieben, uns gebrannt und gehärtet - damit wir die Welt (und uns selbst) beschreiben, erklären, begreifen und beherrschen mögen…zu diesem Zweck sind wir geschrieben worden…das ist unser Schicksal…
(S.18/Flusser - Die Schrift)

Inschriften sind monumental (monere=bedenken), Aufschriften sind dokumentarisch (docere=unterrichten)
(S.21/Flusser - Die Schrift)

Das von Flusser bedachte ‘Monumentale’ der Schrift von einst herrschenden Zeiten wird immer mehr verdrängt. Nicht die Eigeninitiative, sondern der Konsum von Inhalt auf Basis der Schrift empfinde ich als prägendes Merkmal unserer jetzigen Zeit.

Ältestes Druckwerk der Kulturgeschichte: Der Diskos von Phaistos/Südkreta
Mit einzelnen Stempeln in den weichen Ton gepresst. Hieroglyphenschrift: hierós=heilig; glýphein=eingravierenp1000407

Ich glaube, dass die Menschen früher, trotz hoher Anzahl Analphabeten, mehr geschrieben haben. Schrift hat etwas Unbequemes an sich. Und in unserer entglittenen, beschleunigten Zeit sind die unbequemen Eigenschaften eine Angelegenheit, um welche sich Maschinen kümmern sollen. Manchmal denke ich, dass die Schrift ein sozialer Kitt ist; Menschen über Kulturen hinweg, Epochen überdauernd Zusammenhalt, Verbindlichkeit und Trost gab.

Weil Buchstaben Zeichen für gesprochene Laute sind, ist ein alphabetischer Text eine Partitur einer akustischen Aussage: Er macht Laute ersichtlich.
(S.27/Flusser - Die Schrift)

Die Entwicklung einer Schrift bedarf meiner Fantasie nach unglaubliches Potential. Das Kreieren von Wörtern, die Definiton der Grammatik, wie werden Wörter betont, wie Sätze in den Einklang gebracht um Sinngehalt getreu der inneren Stimme darzustellen. Wieviel Aufwand hält die Schrift inne? Manchmal verweile ich und lasse Gedanken durch mich fliessen, wie herrlich es ist, dass ich schreiben kann und schreiben darf. Dieses Konzert der Wörter im Kopf. Aufgrund dieser Alltäglichkeit geht dieser Gedanke so oft verloren, obwohl wir von Generation zu Generation eine wundervolle Gabe weiterreichen dürfen.

p1000408

Um 2700 v. Chr. beginnt die Revolutionierung der altsumerischen, piktographischen Schrift. Es ist der Anfang der Keilschrift, welche einfacher zu schreiben ist. Da man immer längere Texte schrieb ist für mich diese Entwicklung schlüssig. Ich würde nicht ständig kleine Bilder zeichnen wollen, wenn ich stattdessen Keilkombis setzen könnte.

Zahlen hingegen sind Zeichen für Ideen, für mit dem ‘inneren Auge’ ersehene Bilder.
(S.27/Flusser - Die Schrift)

Demzufolge sind die Zahlen, welche ja ebenso Teil der Schrift sind unser Repertoire der Künste. Farben sind Zahlen, Bilder sind Zahlen, Skulpturen sind Zahlen, mediale Kunst? - sicherlich Zahlen. So verkennen wir die Schönheit einer Gleichung, eine komplexe mathematische Formel, Ästhetik eines Quellcodes eines Programmes.
Flusser notiert die Veränderung unserer Zeit. Dass Maschinen uns den Status Quo abnehmen werden. Sie, welche die zu berechnenden Dinge sowieso besser und schneller erledigen als Menschen. Ich gehöre noch nicht zum ‘alten Eisen’, aber manchmal wünsche ich mir ein wenig mehr Entschleunigung. Das Bedachtsame der Schrift wich der digitalen Kurzlebigkeit. Die Schrift bekommt dem Menschen besser als die neuen Medien, welche oft (zu oft) kritikarm rezipiert werden. Das Schreiben ist wie eine Verbindung mit sich selbst. Die entgleisten Prozesse unserer Zeit reduzieren alles und jeden. Sogar etwas Mächtiges wie Schrift verliert einen beträchtlichen Teil ihres ‘Monumentalen’. Warum lassen wir dies zu? Ist es die Ökonomie des menschlichen Seins, welche diese Vorgänge zu starten begann?

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Die Maya-Schrift gehört zu den kalligraphisch höchstentwickelten Schriften. Sie vermischten Logogramme mit Silbenzeichen. Die Komplexität erschwerte deren Entzifferung. Die Entwicklung zur Alphabetschrift konnte man nicht feststellen. Eben diese Entwicklung wurde von den debilen spanischen Konquistadoren unterbrochen. Ich denke mir; auch wenn das Alphabet einem Fortschritt gleicht wird es wohl nicht der Ästhetik einer Maya-Schrift gerecht.

Man hat nämlich schon immer an Menschen geschrieben, als wären die Menschen Apparate.
(S.57/Flusser - Die Schrift)

Die Wirkung der Schrift auf den heutigen Menschen nahm bizarre Formen an. Wir leben in einer Welt des Computercodes. Programmiert wird im System des Alphabets, aber dies wird nicht immer gleich ersichtlich. Wir kodieren uns gegenseitig, machen uns zu exekutierbaren Shell-Scripts. Wir lassen im Hintergrund unsere Programme laufen, während in der Command-Zeile die neue Ausgeburt unseres Schriftsystems langsam zum Leben erwacht. Wir kompilieren unsere Kernel und passen unsere Taktfrequenzen an diejenige der Maschinenwelt an. Ist der Mensch der Maschine nah geworden? Manchmal scheinen gesetzte Grenzen zu verschwinden und sind nicht mehr klar zu erkennen. Wo führt die Schrift, welche jetzt Code der immer mehr selbstständig denkenden Maschinen wird uns hin? Die Singularität der KI als entferntes Ziel, welche Schrift als Basis beinhaltet. Das Alphabet, welches den Homo sapiens bezwang?!

Es gibt Leute, die schreiben, weil sie der Meinung sind, dass das noch einen Sinn hat…Und dann gibt es Leute, die schreiben, obwohl sie wissen, dass das keinen Sinn hat.
(S.153/Flusser - Die Schrift)

December 1st, 2009

hallo zusammen,

hier meine Beitragsideen für die Publikation/die Ausstellung:

ich würde gerne mein Briefprojekt zeigen. Es handelt sich um Fragen und Antworten.

für die Publikation dachte ich mir, einzelne Briefe in der Publikation abzudrucken, vielleicht auch kommentarlos zwischen anderen Arbeiten.
Wie ein sich wiederholendes Prinzip. Ich würde gerne nur die Fragen abdrucken und so im Raum stehen lassen, wenn das möglich ist.

Als Informationsverweis würde ich meine Webseite für das Briefprojekt irgendwo platzieren (www.briefwechsel.net)

zur Ausstellung: ich wollte die Briefe in einer Bibliothek installieren (als eigenen Ausleih-Schalter), wo man dieses Archiv auch benützen, sprich Mappen mit Briefen ausleihen kann.
(nur eine kurzzeitige Ausleihe natürlich)
Ich selber werde die Ausleihe bedienen bzw. muss mir noch überlegen, ob das auch ohne mich funktionieren würde.

Viele grüsse

Ines

Piratenräume - Durchschnitt - Pascal Marchev

December 1st, 2009

Nach einer nicht ganz so erfolgreichen Zwischenpräsentation gehe ich nun wieder ein Stück zurück zu dem Punkt, der mich anfangs überhaupt erst dazu veranlasst hat das Durchschnittsprogramm zu schreiben, mit dem ich damals das Durchschnittsbild von allen Fernsehsendern zu einem bestimmten Zeitpunkt erzeugen wollte. Ich bin im Moment dabei, aus den Top 20 der 40-minütigen (mit Werbung 1-stündigen) Fernsehserien gemäss tv.com eine ganze Durchschnitts-Serien-Episode zu erzeugen. Dabei interessiert es mich, ob eventuell Gemeinsamkeiten zwischen den Serien festzustellen sind, oder farbliche Besonderheiten, etc. Was haben die Top 20 gemeinsam? Was macht sie erfolgreich? Was ist es, das den Zuschauer an sie bindet? Ob genau das das Endprodukt sein wird weiss ich noch nicht sicher. Ich bin jedenfalls am abklären mit ein paar Fernseh- und Unterhaltungselektronik-geschäften, um eventuell deren Schaufenster für die Präsentation am 5. Januar zu nutzen.

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